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So schön ist die Wahner Heide

Heute ist Heide-Tag – im doppelten Sinn, denn Heide ist meine sehr gute Freundin, mit der ich die Wahner Heide erkunden will – mit anschließenden Besuch im Heidekönig. Ein ganzer Tag voll Heide 😉.
 
Die Wahner Heide gilt als das artenreichste Naturschutzgebiet in Nordrhein-Westfalen und ist Teilgebiet der Bergischen Heideterrasse zwischen Köln-Porz, Rösrath, Troisdorf und Lohmar. 
Die Lüneburger Heide ist uns ein Begriff und zieht jedes Jahr Touristen aus ganz Deutschland in den Norden. Die Wahner Heide ist noch ein Geheimtipp. Wer würde vermuten, dass sich mitten in Nordrhein-Westfallen etwa 5000 ha Heidelandschaft verstecken?
Vor tausenden von Jahren war der Rhein kein reißender Strom, sondern ein breites, verwildertes Flussgebiet aus Sandbänken auf dem heute die Wahner Heide liegt. Die Kieselsteine und die feinen Sande, die auf den Wegen hervor blitzen, stammen aus dieser eisigen Zeit. Starke Winde wehten den Sand aus dem fernen Süden hierher, der Frost zerbröselte das Gestein zu kleinen Kieseln.
Heute wird die Wahner Heide noch als Militärtruppenübungsplatz genutzt, so dass die mit roten Holzpfählen gekennzeichneten Wege genutzt werden sollten. Aus früheren Zeiten stehen überall Panzersperren herum, die nach und nach hinter Farnen und Dornen verschwinden.
 
Wir entscheiden uns mit dem Fahrrad von Bonn nach Troisdorf zu fahren. Wir brauchen etwa 45 Minuten bis zu dem Startpunkt unserer 12 km Wanderung, dem Parkplatz Mauspfad. Es gibt 10 Wanderrouten in und um die Wahner Heide. Mehr Infos erhältst Du hier. August und September sind die besten Monate, um die Wahner Heide zu besuchen, da das Heidekraut dann in voller Blüte steht und die leicht hügelige Landschaft mit einem zart rosa und violetten  Schleier überzieht.

Auf unserer Runde wandern wir durch magische Laubwälder mit sattgrünen Farnen, beobachten eine Herde Schafe und Ziegen und lassen unseren Blick entspannt in die Weite schweifen. Es ist friedlich und ausgesprochen schön hier. Wir kommen an den ersten Heidepflanzen vorbei und sind glücklich etwas blühendes Heidekraut entdeckt zu haben. Im Stillen denke ich zwar, das ist zwar ganz schön, aber nicht wirklich spektakulär. Egal, ich genieße das was da ist – und das sind vor allem wir beide, die einen tollen Tag zusammen haben. Wir wandern weiter, verlassen den bewaldeten Abschnitt und treffen auf eine Dünen-ähnliche Landschaft, die mich rosa-pink anleuchtet: wir werden mit einer riesig großen Blütenpracht überrascht. Das hatte ich so nicht erwartet. 

Am Ende unserer Wanderung kommen wir an der Waldgaststätte Heidekönig vorbei, wo wir uns gemütlich niederlassen und uns jeweils einen köstlichen Flammkuchen gönnen. Der Biergarten ist der perfekte Ort, um entspannt das Erlebte sacken zu lassen und in gemütlicher Runde den Tag ausklingen zu lassen.

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