Business Mentoring

Selbstständigkeit – kleines und großes Abenteuer

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Mich selbstständig machen, echt jetzt?

Mein Chef steht vorne, Kundenmeeting, Reklamationsbesprechung. Ödes Thema, die Gedanken überschlagen sich, kreisen immer schneller im Karussell. Es fühlt sich an als würde mein Kopf in einem Einheitsbrei versinken. Gleichzeitig dieses Verlangen etwas Sinnvolles tun. Gähnende Langeweile im Herzen. Leere Worthülsen von hoch bezahlten Managern über “unsere Mission für diese Welt”. Monoton gesprochen – ohne Emotion, ohne Glaube an das was sie sagen.

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So oder so ähnlich lässt sich der Gefühlszustand beschreiben, indem ich mich vor meiner ersten Gründung befunden habe. Es ist dieses hin und hergerissen sein zwischen der alten und gut bekannten, irgendwie lieb gewonnenen Welt des Angestellten-Daseins und der neuen, aufregenden und beängstigenden Welt des Unternehmertums. Unternehmertum klingt erwachsen. Selbstständig und allein verantwortlich, vielseitig beschäftigt.

Für manche ist dies die Beschreibung eines Horroszenarios. Für mich der Beginn eines Abenteuers und Ausleben meiner höchsten Werte: Freiheit und Unabhängigkeit.

 

Ein eigenes Business gründen ist in Deutschland noch immer mit vielen Ängsten behaftet, das große Risiko schwebt über den Köpfen wie ein Damoklesschwert. Ich habe viele Gespräche rund ums Gründen geführt und eines ist mir besonders ins Auge gefallen: die größte Angst, die potenziellen Gründern in den Kopf kommt, ist die Angst zu scheitern.

Kann es kulturelle Gründe haben weswegen in Deutschland Menschen weniger risikobereit sind und mehr Angst davor haben zu versagen?

Vielleicht. Wir sind in Deutschland wohlbehütet aufgewachsen, haben Versicherungen für alle möglichen und unmöglichen Ereignisse, die passieren könnten. Meines Wissens gibt es kein anderes Land, was so viele Versicherungsangebote hat. Bei Problemen, die wir vielleicht selbst regeln könnten, wenden wir uns an den Staat. Wir kennen es so. Dabei ist der Sinn für Selbstverantwortung verloren gegangen.

 

Bei dem Schritt in die Selbstständigkeit übernehme ich Selbstverantwortung für mein Leben. Ich sorge dafür, dass ich unabhängig und frei lebe. Es gibt nicht nur die Rosinen auf dem Kuchen: die finanzielle Freiheit ist keine Amazon-Same-Day-delivery, sondern kann ein paar Jahre dauern, je nachdem wie stark das Geschäftskonzept ist oder wie nachhaltig der Geschäftsaufbau vorangetrieben wird.  Dessen muss ich mir bewusst sein, wenn ich mich für eine Gründung entscheide.

Als ich mich im Jahr 2011 das erste Mal selbstständig gemacht habe, war ich angestellt und in meinem Job in einer Sackgasse gelandet. Das Unternehmen hatte sich umstrukturiert, meine Tätigkeit hatte sich verändert und wurde mir zu langweilig – es hatte nichts mehr mit sinnerfüllender Tätigkeit zu tun.

In diesem mentalen Zustand entschließe ich mich nebenberuflich zu gründen. Ein Gefühl von Abenteuer pur. Der Aufbruch in eine neue Ära ;-).

Die Teilzeitselbstständigkeit hat den charmanten Vorteil der Sicherheit eines monatlichen Einkommens. Und ich kann mich in meiner Freizeit als Unternehmerin ausprobieren. Meine Idee, einen Onlineshop für nachhaltig und in Europa produzierte Accessoires zu gründen. Ich hatte keine Ahnung wie ich vorgehen sollte und hatte kein Netzwerk, was ich hätte fragen können.  Von Gründercoaching und ähnlichem hatte ich nichts gehört. Über stundenlange Recherchen zu Markt, Konzept und Vertriebsmöglichkeiten bis hin zu Supplychain, Netzwerk aufbauen und Webseite designen, habe ich fast alles allein gemacht. Aufgaben delegieren und mich auf umsatzrelevante Tätigkeiten zu fokussieren, war damals ein Fremdwort für mich. Rückblickend betrachtet ein Irrsinn.

 

Ich hatte nicht das Wissen und das Mindset was das Wichtigste ist, um sich selbstständig zu machen. Heute weiß ich, das Wichtigste ist deine Persönlichkeit. Sie ist dein Fundament für alles was du tust. Eine starke Basis für eine erfolgreiche Zukunft.

 

Egal ob du dich für eine Selbstständigkeit entscheidest oder dich beruflich neu orientieren möchtest, es ist essenziell die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen. Dazu ein positives Mindset behalten, wenn es unrund läuft (versprochen, das wird es) gepaart mit Leidenschaft und der Glaube an dich. Verbringe die meiste Zeit damit, was du gut kannst und dir Freude bereitet und das andere am besten delegieren oder nur kurzfristig selbst erledigen.

 

Der Grund ist einfach: wir alle haben einen limitierten Vorrat an Ressourcen. Dies schließt Zeit und Energiehaushalt ein. Wenn du 2/3 deines Tages mit Dingen verbringst, die dich frustrieren, dann bleibt nur noch 1/3 übrig für das was du liebst. Meistens noch weniger, da es mehr Kraft und Energie kostet, wenn du die Aufgaben leidenschaftslos oder sogar genervt erledigst. Es stellt sich Trägheit ein und lustloses Dahindaddeln. Abends reicht die restliche Energie noch für die Lieblingsserie im Fernsehen. Wenn du dir am nächsten Morgen die Frage stellst, was du den Tag zuvor gemacht hast und sich dieses unzufriedene, leere Gefühl einstellt, dann steckst du im Hamsterrad.

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Die meisten von uns werden im Schnitt 82 Jahre alt. Der Spruch „dazu bin ich zu alt oder zu jung“ ist eine Ausrede und dient dazu weiter gemütlich und bequem in der Komfortzone zu hocken – bloß keine Veränderung.

Es lohnt sich zu jeder Zeit, das Leben zu reflektieren und einen anderen Weg weiterzugehen. Den Weg, der dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert und dich zufrieden innehalten lässt.

 

Denn: Was soll schon passieren?

Alles!

Alles ist möglich, sofern du es dir vorstellen kannst.
Leg los, starte sofort den ersten Schritt in dein neues Leben.

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