Tapetenwechsel bitte – im Winter an die Nordsee

Manchmal zieht es mich einfach raus und ab ans Meer. Tapetenwechsel. Hin zum Meer, nicht weg von zu Hause. Mir ist dies wichtig. Es macht einen Unterschied, ob ich vor etwas oder jemanden davonlaufe oder mich zu etwas hinbegebe.

Dieses Mal ist es ein Mix aus beidem. Ich brauche einen Tapetenwechsel. Dieses Jahr ist so anders, besteht aus so vielen Ausnahmen und Unsicherheiten. Meine Welt steht auf dem Kopf. Schweren Herzens und dennoch beflügelt, akzeptiere ich, dass meine Leidenschaft zu Reisen weder privat noch beruflich allumfänglich möglich ist. Dabei wird mir bewusst, wie dankbar und glücklich ich bin, dass ich bereits so viele wundervolle Ecken auf unserem Planeten Erde kennenlernen durfte und viele wertvolle Menschen treffen durfte.

Ich mache aus der Not eine Tugend und bereise schon das ganze Jahr 2020 Deutschlands schönste Orte – nicht nur die „offiziell“ schönsten Orte, sondern die für mich am schönsten sind.

Meistens sind sie draußen in der Natur und am liebsten am Meer. So auch dieses Mal. Mich zieht es im Winter an die Norddeutsche Küste, an die Nordsee. Ich war noch nie im Winter dort und bin gespannt, wie es ist, wie sich der raue Wind anfühlen wird. Denn eines ist sicher – es wird kalt sein. 2 Grad sind verdammt kalt. Noch dazu die steife Brise der Nordsee – ich darf mich warm anziehen.

Mein Ziel ist Cuxhaven. Ich war noch nie dort und nach meinen zugegeben kurzen Recherchen im Internet zu Cuxhaven, habe ich einfach eine kleine, süße Ferienwohnung mit Meerblick gebucht. Meerblick muss sein. Ich liebe es frühmorgens aufzustehen, im Schlafanzug den ersten Kaffee in der Hand aus dem Fenster auf das Meer zu schauen. Ich stelle mir wilde See vor, mit hohen Wellen.

Cuxhaven ist für mich perfekt mit dem Zug zu erreichen. Während 6 Stunden entspannter Zugfahrt arbeite und lese ich. Manchmal schaue ich aus dem Fenster und lasse meine Gedanken schweifen. Das sind die besten kreativen Momente, in denen die Ideen nur so purzeln, so dass ich sie lediglich aus der Luft klauben darf und einpacke wie Geschenke mit roten Schleifen.

Apropos Ideen: ein spannendes Thema, welches ich in meinem Blogartikel „Fluch oder Segen“ eruiere. Schau gerne mal vorbei.

Inzwischen fahre ich gerne Zug, vor allem längere Strecken. Ab dem Moment, wo ich in den Zug einsteige, beginnt für mich der Tapetenwechsel und Me Time.

Rückblickend ist Cuxhaven ideal als Standort für eine Auszeit und Startpunkt für Erkundungstouren: Cuxhaven liegt zentral, um mit dem Schiff die Inseln Neuwerk und Helgoland zu erreichen. Bremerhaven ist einen Katzensprung entfernt und Hamburg lässt sich auch bei einer Tagestour besichtigen.

Meine Ferienwohnung liegt im Stadtteil Döse ca. 4 km von Cuxhaven City entfernt und damit nahe an der Kugelbake, dem berühmten, hölzernen Seezeichen von Cuxhaven. Dorthin führt mich mein erster, kurzer Strandspaziergang. Eiskalter Wind und die Weite des Meeres begrüßen mich. Die Farbe der Nordsee im Winter ist ein grau-grün in allen Schattierungen. Die richtige Kleidung und Einstellung ist alles.

Mein erster Kreativitäts-Booster ist ein Spaziergang am Meer entlang von Döse zum berühmten Schiffsanleger „Alte Liebe“, im Hafen von Cuxhaven. Etwa 4 km trennen mich von meinem Ziel. Der frostige Wind weht mir um die Ohren, graue Regenwolken ziehen auf. Trotzdem schön. Ich spaziere durch das Hafengebiet, lasse mich treiben. Immer wieder zieht mich das Meer in den Bann, mit seinen unterschiedlichen Farbtönen aus hellgrau bis schiefergrau, weißer Gischt und dem blau-grauen Horizont.

Ich bewundere den Architektur-Mix aus 60er Jahre Plattenbauten und architektonischen Prachtbauten der Bäderarchitektur.

Auf dem Rückweg stemme ich mich gegen den Wind, mir klatschen die Regentropfen ins Gesicht, meine Jacke weicht durch und mir wird immer kälter. Zurück im Apartment brühe ich mir heißen Tee mit Honig und warte bis die Hände wieder aufgetaut sind.

Ich liebe diese Momente, die Zeit für mich. Es ist mein Rückzugsort und meine Zeit für kreative Prozesse. Es funktioniert. Ich habe während meiner Woche an der Nordsee einige Artikel geschrieben, neuen Content kreiert, an Konzepten gearbeitet und sogar meine Landingpage für mein Mind & Visionboard erstellt und alles was dazu gehört. Lade es dir hier herunter. 

Im Winter ist an der Nordsee eine besondere Atmosphäre. Das Meer und der Himmel verschmelzen miteinander in einem schneegrau. Der Himmel sieht jeden Tag anders aus. Mal ziehen feuchte, Dunstschwaden über das Wasser, der Horizont ist kaum noch zu erkennen und dann wechselt die Nordsee in stahlgrau-blau und schimmert wie Schiefer im Licht.

Tipps!

  • Wenn dir die Decke auf den Kopf fällt oder
  • Du einen Tapetenwechsel brauchst oder
  • Du einen Kreativitäts-Booster brauchst, dann…

 

  • Nimm dir Zeit für dich
  • Probiere Neues aus – fahre wie ich im Winter an die Nordsee 😉
  • Fahre dorthin, wo du gerne sein willst
  • Wenn du nicht wegfahren willst, erkunde die Gegend, die du kennst, mit den Augen von Touristen

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